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Rund um das 5-Mühlen-Land

Wo Sie heute Ihren Urlaub genießen können, war früher unwirtliches Moor. Tauchen Sie ein in die Geschichte unseres Ortes, die im Fehnmuseum und anderen historischen Gebäuden wie den fünf Windmühlen oder der alten Schmiede lebendig erhalten wird. 

Die Gemeinde Großefehn ist auch bekannt als das "5-Mühlen-Land". Von den ehemals 19 Windmühlen wirken heute noch fünf Reet gedeckte Galerie-Holländer Windmühlen wie Erinnerungen an die gute, alte Zeit. Alle sind noch gängig, als wäre seit ihrer Errichtung vor über 200 Jahren kein Tag vergangen. Eine von ihnen wird noch immer genutzt, um Korn mit Windkraft zu Mehl zu verarbeiten und in einer anderen sind eine Malschule und eine Galerie untergebracht. Alle Fehntjer Mühlen sind noch funktionstüchtig, jede einzelne Mühle ist ein Unikat, von Hand gemacht und definitiv einen Besuch wert! Wer sie besichtigt, lernt eine Menge über alte Handwerkskunst und Technik.

Unser Geheimtipp:

Für alle die mehr darüber erfahren möchten, empfehlen wir auch die Fahrradroute von Mühle zu Mühle. Diese ist etwa 36 km lang und mit Mühlensymbolen ausgeschildert. Mithilfe des Knotenpunktsystems kann man beliebig in die Route einsteigen. Erfahren Sie hier mehr. Mit diesem Flyer können Sie die Tour und andere Routen in Großefehn anhand des Knotenpunktsystems "er"fahren.  

Mühle Ostgroßefehn

Mühle Ostgroßefehn

Der zweistöckige Galerieholländer am Großefehnkanal wurde 1804 erbaut. Die drei Mahlgänge wurden hauptsächlich zur Verarbeitung von Buchweizen genutzt, da dieses eine Hauptfrucht der Fehnkolonien darstellte. Um 1900 wurde eine Versuchsanlage zur Stromerzeugung installiert. Bis 1968 war die Mühle in Betrieb und ist auch heute noch voll funktionsfähig.  

Die Mühle und das angrenzende Packhaus dienen heute als Kunstgalerie mit russischer Malerei. Unter dem Reetdach werden in einem Standesamt-Zimmer Ehen geschlossen. Der benachbarte Mühlenhof dient heute als Familienzentrum. Vor seiner Haustür liegt das ehemalige „Törfmuttje“ „Antje“ fest vertäut. An Bord gibt es beim "Kleinen Café an der Mühle" Kaffee, Tee und Kuchen.

Mühle Spetzerfehn

Mühle Spetzerfehn

Die erste Mühle wurde hier 1818 erbaut und vier Monate nach der Einweihung an J.F. Müller verkauft, der auch die Mühlen in Strackholt und Ostgroßefehn besaß. Der übertrug die Mühle seinen Söhnen. 1885 brannte sie durch einen Blitzschlag ab und wurde in ihrer heutigen Form als dreistöckiger Galerie-Holländer wieder aufgebaut. 1930 brachte man eine Windrose an und 1936 wurde ein Dieselmotor installiert. Da die Mühlenbesitzer keine Erben hatten, stand die Mühle ab 1953 still. 1955 wurde sie von Theo Steenblock gepachtet und 1961 gekauft. Nach einer grundlegenden Renovierung und Modernisierung ist die Mühle seit 1961 wieder voll funktionsfähig.

Die Steenblocks haben die Familientradition des Müllerhandwerks wieder mit Leben erfüllt: Heye Steenblock hat den Beruf des Müllers bei seinem Vater erlernt und ist seit 1991 Pächter der Mühle. Noch heute wird die Spetzerfehner Mühle bei Wind betrieben. Müller Steenblock gewährt Besuchern nach Absprache gern einen Blick in seinen Betrieb.

 

Mühle Bagband

Mühle Bagband

Der einstöckige Galerie-Holländer in Bagband wurde 1812 erbaut. Dazu gehört ein Backhaus, in dem das Bagbander Mühlenbrot gebacken wird. Mühle und Backhaus können an Sonn- und Feiertagen besichtigt werden. Gleich nebenan kann man im „Mühlenhof“ typisch ostfriesische Gerichte probieren oder Tee trinken. Der selbstgebackene Kuchen ist eine Sünde wert.

Besichtigungen von April bis August, Sonn- und Feiertagen von 10.00 - 12.00 Uhr und 14.00 - 18.00 Uhr. In den Sommermonaten backt Bäckermeister Rindert Fleßner Mühlenbrot.

 

Mühle Westgroßefehn

Mühle Westgroßefehn

Gleich mehrmals wurde die Mühle am Großefehnkanal in Westgroßefehn ein Opfer der Flammen. Der zweistöckige Galerie-Holländer mit Windrose wurde 1773 erbaut, brannte 1882 nach einem Blitzeinschlag ab und wurde 1886 erneut vom Blitz getroffen. Die heutige Mühle steht seit 1889 an ihrem Platz und ist seit 1892 im Besitz der Familie Onken. Ihre Produkte wurden bis 1945 noch auf Schiffe verladen, die im Kanal vor der Mühle anlegten. Von 1990 bis 1993 wurde die Mühle äußerlich vollständig renoviert. Das alte Mahlwerk wurde jedoch entfernt. Moderne Maschinen sind an seine Stelle getreten. Das Mühlengebäude gehört heute zum Mischfutterwerk der Familie Onken.

Besichtigung des historischen Müllerhaus sind nach Absprache möglich.

Mühle Felde

Mühle Felde

Die Mühle in Felde wurde 1866 als zweistöckiger Galerie-Holländer mit einem Müllerhaus erbaut und liegt malerisch direkt an der Alten Flumm. Sie verfügt über einen Schrot- und einen Feinmahlgang. An der Mühlenkappe ist ein Stert angebracht, mit dem der Müller die gesamte Kappe mit den vier Flügeln per Hand in den Wind stellen konnte. 1969 wurde sie stillgelegt. Das Packhaus der Mühle, die sich in Privatbesitz befindet, dient heute als Veranstaltungsort. 1996 wurde die Mühle mit Pack- und Wohnhaus vom jetzigen Eigentümer renoviert.

Zu besichtigen ist die Mühle nach Absprache mit Dorothee Büdenbender.

Museen in Großefehn

Tradition wird in Ostfriesland gelebt. Sie ist Herzenssache - schließlich ist bei einer Tasse Tee schon so manche Entscheidung fürs Leben getroffen worden. In den Fehntjer Museen kann man entdecken, wie das traditionelle Handwerk lebendig erhalten wird. Den Weberinnen des Webmuseum De Weevstuuv in Westgroßefehn, sowie den Bierbrauern vom Ostfriesen Bräu und den Schmieden der Schmiede Striek liegt das "Ostfreesk Handwark" am Herzen. Das Fehnmuseum Eiland bietet einen Einblick in die "Entstehung der Fehnkultur", dort können die Besucher einiges über die Entwicklung vom Hochmoor zur Kulturlandschaft und über die Geschichte der Segelschifffahrt erfahren. Im Oll Reef Hus gibt es die kuriosesten Gebrauchsgegenstände und Werkzeuge in einer antiken Sammlung zu entdecken.

Ostfriesische Tradition

Natürlich ist auch in Großefehn die Zeit nicht stehen geblieben. Doch haben sich die Bewohner der Gemeinde Vieles bewahrt, was sich in der „guten, alten Zeit“ bewährt hat. Zunächst geschah das, weil die hier lebenden Menschen sich moderne Errungenschaften schlichtweg nicht leisten konnten. Nun aber hält man bewusst an Überliefertem fest, um es für die Nachwelt zu erhalten. Das gilt für typische Gebäude ebenso wie für alte Handwerkstechniken, die andernorts längst „ausgestorben“ sind. Und auch die Lebensart der Fehntjer unterscheidet sich wohltuend von der in den hektischen und lärmenden Städten: Die Einladung „erstmal ’n Koppje Tee“ gibt die Gelassenheit und Beschaulichkeit in diesem Landstrich wieder und wird auch dann angenommen, wenn die Zeit noch so „drückt“ – ganz nach dem Wahlspruch: „Hast du es eilig, dann mach einen Umweg!“

Die Ostfriesen haben sich auch ihren „Nationalsport“ erhalten, das Boßeln. Es wird nicht nur von Freundes- oder Kollegenkreisen als geselliges Beisammensein praktiziert, sondern ist ein echter Leistungssport, in dem sogar Europameisterschaften ausgetragen werden. Schon in den Kinderschuhen trainieren die Fehntjer ihren Sport, den man bis ins hohe Alter ausüben kann.

"Ostfriesische Gemütlichkeit hält stets ein Tässchen Tee bereit"

Das Teetrinken ist für die Ostfriesen nicht allein ein kulinarischer Genuss. Es steht auch für das Lebensgefühl der Menschen. Der Spruch „Abwarten und Tee trinken“ könnte von einem Ostfriesen stammen. Man lässt sich Zeit. Da werden nicht etwa Teebeutel lieblos in heißes Wasser gehängt. Nein, loser Tee muss es sein, der in den „Treckpott“ gefüllt wird. Am liebsten einer, der nach den persönlichen Vorlieben gemischt wurde. Tatsächlich wird in Großefehn noch heute das alte Handwerk des Teemischers ausgeübt. Aus Assam-, Darjeeling- und Ceylontee besteht die „Ostfriesenmischung“, die auf das hiesige Wasser abgestimmt wird.

Die Zubereitung folgt einem festen Ablauf: Das Wasser wird im Kessel zum Kochen gebracht. Zunächst wird die Kanne damit ausgespült. Dann gibt man pro Tasse (Merke: „Drei Tassen sind Ostfriesenrecht“) einen Teelöffel Tee und einen zusätzlichen „für die Kanne“ hinein und füllt etwas kochendes Wasser hinein. Der Tee muss nun ziehen: drei Minuten, wenn er anregen soll, fünf Minuten, wenn er eine beruhigende Wirkung haben soll. Nun wird das restliche heiße Wasser dazu gegossen. In die kleinen Teetassen werden ein bis zwei „Kluntjes“ (Kandisstücke) gelegt und mit heißem Tee zur Hälfte gefüllt. Wenn der Kandis dabei klirrt, wird das Teetrinken auch zu einem akustischen Erlebnis. Nun noch ein paar Tropfen Sahne („Rohm“) mit dem Sahnelöffel an den Rand träufeln, den aufsteigenden „Wölkchen“ („Wulkjes“) zusehen und in drei Schlückchen genießen. Ganz wichtig: Der Tee wird nicht umgerührt. Den Löffel, der auf der Untertasse liegt, benutzt man ausschließlich dazu, ihn nach seiner letzten Portion Tee in die geleerte Tasse zu stellen, um damit das Ende der Teezeremonie zu dokumentieren.

Gästebegrüßung

Gästebegrüßung

Großefehn-Urlaubern wird das Ankommen in unserem 5-Mühlen-Land durch einen informationsreichen Vormittag, im Seminarraum des Reitsport-Touristik-Centrums, erleichtert.

Vom 01. Juli bis 31. August immer dienstags um 11 Uhr lädt der Gastgeberverein Neuankömmlinge zu einer Gästebegrüßung ein. Bei einer leckeren Tasse "Ostfriesentee" mit Gebäck erfährt man Wissenswertes über Land und Leute, über Sehenswürdigkeiten und Erlebnisangebote.

Bosseln - Der Volkssport Nr. 1 in Ostfriesland

Ein bisschen erinnert es ans Kegeln im Freien, doch wenn die Boßelkugel  geworfen wird, geht es nicht darum, möglichst viele Holzfiguren umzuwerfen. Vielmehr muss die Kugel auf dem Asphalt eine möglichst weite Strecke rollen – auch durch Kurven hindurch und über Unebenheiten der Straße hinweg. Gespielt wird in zwei gegeneinander antretenden Gruppen. Kann man mit seiner Kugel die der Gegner überholen, gibt es Punkte. Sieger ist derjenige, der am Ende der zuvor festgelegten Strecke die meisten Punkte sammeln konnte. Wie man die hölzerne Kugel möglichst weit über die Wege rollen lässt und dabei auch noch das milde Reizklima Ostfrieslands genießt, können Besucher in der Wallheckenlandschaft Großefehns erfahren. Die Fehntjer Boßelstrecke befindet sich in Akelsbarg. Dort wurde sogar eine Straße nach dem friesischen „Nationalsport“ benannt.

 

Schnupperbosseln

Schnupperbosseln

Erleben Sie den "Ostfriesen-Sport" hautnah, mit allen wichtigen Erklärungen durch unsere Boßelprofis.
Mindesteilnehmerzahl: 8 Personen
Infos & Anmeldung unter 0 49 45 - 95 96 11
 

Fehntjer Kirchen

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Christus Kirche Spetzerfehn

Christus Kirche Spetzerfehn

Die Christus-Kirche Spetzerfehn ist der zentrale Treffpunkt für sehr viele der ungefähr 2.500 Mitglieder der jungen, lebendigen Kirchengemeinde Spetzerfehn. Die Christus-Kirche fällt durch seine moderne Architektur auf. Die Kirche ist täglich von 8-18 Uhr geöffnet. 

Gottesdienst ist jeden Sonntag 10 Uhr. 

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Ev.- luth. Kirchengemeinde Mittegroßefehn

Ev.- luth. Kirchengemeinde Mittegroßefehn

Die Kirche in Mittegroßefehn ist ein Saalbau mit Rohziegelmauerwerk und wurde 1857 eingeweiht. Das Äußere ist von er Neuromanik geprägt und im Inneren finden man den neugotischen Stil wieder.


Gottesdienst jeden 2. Sonntag (ungerade KW) um 10 Uhr.

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St. Petrus und Paulus Kirche Timmel

St. Petrus und Paulus Kirche Timmel

Die lutherische Kirche St. Petrus und Paulus in Timmel wurde 1736 vom Tiroler Maurermeister Andreas Lambert errichtet. Ihre Kanzel mit den gedrehten Halbsäulen schuf der Auricher Tischlermeister Vellage 1695. Von der Orgel, die Johann Friedrich Constabel baute, ist nur noch der Prospekt erhalten.
Gottesdienst jeden zweiten Sonntag (gerade KW) um 10 Uhr.

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St. Jürgen Kirche Holtrop

St. Jürgen Kirche Holtrop

Die Kirche stammt aus dem 13. Jahrhundert. Ein für die Zeit typischer Altaraufsatz aus dem 17. Jahrhundert, die Kanzel und die lebensgroße Triumphkreuzgruppe aus dem 15. Jahrhundert sind neben der filigranen Orgel von 1772 aus der Werkstatt von Hinrich Just Müller ihre herausragenden Kunstschätze. Ein besonderes Projekt ist der Bibelgarten auf dem Kirchengelände.

Gottesdienst ist jeden Sonntag um 10.00 Uhr.

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Ev.-luth. Petri Kirche Aurich-Oldendorf

Ev.-luth. Petri Kirche Aurich-Oldendorf

Die lutherische Petri-Kirche in Aurich-Oldendorf ist ein frühgotischer Bau aus dem späten 13. Jahrhundert. In ihrem Inneren wurden Reste der ursprünglichen Bemalung freigelegt. Ihre Kanzel von 1698 weist Ähnlichkeiten mit der in Timmel auf. Von der Orgel blieb nur der Prospekt erhalten. 
Gottesdienst ist i.d.R. jeden Sonntag um 10 Uhr.

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Martin-Luther-Kirche Bagband

Martin-Luther-Kirche Bagband

Der romanische Backsteinbau der St. Barbara-Kirche in Bagband stammt aus den Jahren 1225 – 1250. Der neugotische Westturm entstand 1895. Charakteristisch sind die Balkendecke und die Kanzel von 1654. Der Taufstein stammt aus der ersten Hälfte des 13. Jhd. Die Orgel besitzt noch zehn Originale der 14 Register.
Gottesdienst ist jeden Sonntag um 10 Uhr.

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St. Barbara Kirche Strackholt

St. Barbara Kirche Strackholt

Die Kirche in Strackholt besitzt noch ihre romanische halbrunde Apsis mit den originalen Rundbogenfenstern aus dem 13. Jhd. Das Langhaus erscheint seit dem 19. Jhd. in Kreuzform. Sehenswert ist der Flügelaltar von 1654. Der Taufstein wurde im 13. Jhd. gefertigt. Gerhard Janssen Schmid baute 1789 die Orgel im Stil des Spätbarocks.
Gottesdienst ist jeden Sonntag um 10.00 Uhr.